Stark aus eigener Kraft

Stark aus eigener Kraft

Das wird gern erzählt: Das Ruhrgebiet und besonders die Städte im Kreis Recklinghausen wären in der Vergangenheit dafür bekannt, dass sie lautstark Unterstützung eingefordert hätten, selbst aber zu wenig an eigenständigen Lösungen ihrer Probleme gearbeitet hätten. Wir wissen, dass dieses Bild nicht stimmt.

Gerade deshalb will ich als Landrat daran arbeiten, aus eigener Kraft wieder stärker zu werden.

Wir müssen als Städte im Kreis und im Ruhrgebiet deutlich besser zusammenarbeiten, administrativ schneller werden, neue innovative Unternehmen umwerben und Arbeit, statt Arbeitslosigkeit fördern. Der Kreis Recklinghausen braucht dazu keine Zentralisierung von Dienstleistungen, weg von den Städten, weg von den Menschen. Der Kreis Recklinghausen braucht einen Schulterschluss in der Region mit dem festen Willen, es gemeinsam voranzutreiben.

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN

Besser Zusammenarbeiten!

Allein im Kreis Recklinghausen – dem größten Kreis Deutschlands – leben über 600.000 Menschen. Zuhause sind sie in ihrer Stadt. Ihre Heimat ist Castrop-Rauxel, Marl, oder Herten, Gladbeck, Dorsten oder Haltern am See, Waltrop, Datteln, Oer-Erkenschwick oder Recklinghausen. Im Regionalverband Ruhr gibt es insgesamt 53 Städte. Sie sind vielfältig – vom idyllischen Haltern am See bis hin zum Industriestandort Marl. Aber als Ruhrgebiet sind wir eins. Wenn wir endlich auch so Politik machen, dann können wir jede Krise meistern. Wir brauchen dafür keine großen Strukturreformen, in der man Verwaltungen zusammenlegt, neue Institutionen schafft oder einen Ruhrgebiets-Bürgermeister wählt. Wir brauchen ein gemeinsames Ziel. Dieses Ziel ist für mich das Ruhrgebiet von Morgen: Zentrum eines menschlicheren Gesundheits- und Sozialwesens. Europas Vorbild für eine neue, saubere Industrie. Mobil, nicht Region des Stillstands. Metropole der starken Städte.

Schneller und lösungsorientierter werden!

Um ein attraktiver Standort für neue, innovative Unternehmen zu sein, die dann dringend benötigte zusätzliche Arbeitsplätze schaffen, müssen wir schneller und lösungsorientierter arbeiten. Noch im vergangenen Jahr wurde der Regionalplan Ruhr wieder verschoben. In ihm wird u.a. bestimmt, an welchen Stellen in unserer Region neue Unternehmen entstehen dürfen. Dieses Beispiel muss ein Weckruf für uns alle sein. Ja, wir müssen sorgfältig sein. Aber Sorgfältigkeit darf nicht die Ausrede für Nichtentscheiden sein. Ich will mit den Städten im Kreis dafür sorgen, dass die Ansiedlung von neuen Unternehmen in Zukunft nicht mehr an falsch verstandener Bürokratie scheitert. Wir müssen sogar noch einen Schritt weiter gehen: Im Ringen um die Ansiedlung von Zukunftsunternehmen können wir uns selber Vorteile verschaffen. Die digitale Infrastruktur wollen wir ausbauen. Wir müssen unseren Standort neuen Unternehmen „schlüsselfertig” als Ansiedlungsmöglichkeit anbieten.

Digitaler Dienstleister werden!

Mein Ziel für den Kreis Recklinghausen ist, dass wir der „digitalste“ Kreis in NRW werden. Das Internet der Dinge braucht keine Straßen und Kanäle, es braucht Glasfaserleitungen, mit geringen Kosten erschließbare Übergabepunkte für kleine und mittlere Unternehmen, digitale Schnittstellen zu unseren Verwaltungen. Jede Schule, jedes Gewerbegebiet, eigentlich jede Ecke im Kreis braucht einen Breitbandzugang – hier kann der Kreis durch eine gezielte Steuerung des Ausbaus viel leisten. Wir müssen alle Mittel für den Glasfaserausbau in den Kreis holen und dürfen uns von den Telekommunikationsunternehmen nicht mit einem abgespeckten Vectoring abspeisen lassen. Da kann der Kreis unsere Städte unterstützen! Ich will aber auch, dass wir die Digitalisierung unserer Wirtschaft und die Digitalwirtschaft im Kreis stärken: Durch eine Start-Up-Strategie, die Ansiedlung eines Digital HUBS und die Schaffung von Co-Working-Spaces im Umfeld von unseren Berufskollegs, Innovationszentren und FHs. Dabei ist der Kreis der Dienstleister der Städte. Keine Kosteneinsparung durch Zentralisierung von Aufgaben, die dem Bürger lange Wege und viel Geduld abverlangen. Durch konsequenten Einsatz digitaler Werkzeuge bleibt der Service da, wo er hingehört. Nah beim Bürger.

Arbeit, nicht Arbeitslosigkeit finanzieren!

Ein großes Hemmnis für öffentliche Investitionen in die Zukunft unserer Region ist, dass wir aus dem Teufelskreis von Langzeitarbeitslosigkeit und hohen Sozialausgaben, Finanzschwäche und in der Folge steigenden Gemeindeabgaben und Schulden nicht herauskommen. Der Weg, diesen Kreis zu durchbrechen beginnt damit, Arbeit zu fördern, statt Arbeitslosigkeit zu kompensieren. Der soziale Arbeitsmarkt, über den tausende Langzeitarbeitslose im Kreis Recklinghausen in Jobs gebracht wurden, ist ein gutes Beispiel dafür. Wir müssen aber noch mehr Menschen aus der Arbeitslosigkeit holen – wir brauchen ihre Fähigkeiten und ihr Engagement, wenn wir das Ruhrgebiet von Morgen bauen wollen.

SCHREIBEN SIE MIR!

Ihre Meinung ist mir wichtig. Um als Landrat gute Arbeit leisten zu können, ist mir der Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern am wichtigsten! Schreiben Sie mir, welche Themen wir als Kreis im Auge behalten müssen. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!