Mit klaren Prioritäten zu städtischen Wirtschaftsmotoren

Mit klaren Prioritäten zu städtischen Wirtschaftsmotoren

Viele Probleme, die im Kreis Recklinghausen schon vor der Corona-Krise bestanden, werden nun umso deutlicher. Schon vor der Krise fehlte häufig das Geld, wenn es um Kitas, Schulen, um den öffentlichen Nahverkehr oder die Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung ging. Um wieder auf die Beine zu kommen, brauchen wir unsere Städte als starken Wirtschaftsmotor.

Kleine und mittlere Unternehmen und insbesondere das Handwerk sind für mich wichtige Partner unserer Städte. Nur zusammen können sie der Wirtschaftsmotor unserer Region sein. Ihr Erfolg ist eng mit den Rahmenbedingungen verknüpft, die wir als Kreis beeinflussen können.

Dazu gehört berufliche Bildung als ein ganz zentraler Schlüssel dafür, dass mehr Kinder und Jugendliche den für sie bestmöglichen Bildungsweg gehen. Dazu gehören Unternehmen, die in Ausbildung investieren wollen. Die nicht nur den heutigen Bedarf decken, sondern zukunftsfähige Berufsbilder anbieten, überbetrieblich und in Kooperation.

Dazu gehört eine gut ausgebaute mobile öffentliche Infrastruktur, mit verlässlichem öffentlichem Nahverkehr, angepasst an die Anforderungen der Menschen. Sie müssen ihre Arbeitsplätze erreichen können, ohne dazu übermäßig Zeit oder einen großen Teil ihres Einkommens einsetzen zu müssen.

Dazu gehören starke Kommunen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen können, um schneller und unbürokratischer zu planen und umzusetzen.

Dazu gehört eine Außendarstellung unseres Kreises, die die alten, verstaubten Bilder vom Kohlerevier wegwischt, die die Attraktivität unserer Einkaufs- und Naherholungsstätten ins Licht rückt. Die die Menschen hier zeigt, wie sie sind: bodenständig und qualifiziert, leistungsbereit und selbstverantwortlich.

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN

Städte stärken!

Längst sind es unsere Städte, die die meisten öffentlichen Investitionen tätigen. Hier, in unseren Städten, arbeiten die Menschen jeden Tag daran, das Virus zu bekämpfen. Hier machen Unternehmer, Kitas, Schulen, Vereine oder Stadtverwaltungen Konzepte, wie man Hygieneregeln einhalten kann. Das Gute daran ist: Hier vor Ort, hier in unseren Städten können wir die Menschen aus der Praxis mitnehmen. Hier gehen ihre Erfahrungen nicht verloren. Deshalb sind es auch die Städte, die wir nach dieser Krise stärken müssen.

Klare Prioritäten und mutige Investitionen!

Die Städte im Kreis Recklinghausen haben in den letzten Jahren viele Einschränkungen machen müssen und an allen Ecken gespart. Das ist richtig, denn wir sollten genau überlegen, wofür wir das Geld der Bürger ausgeben. Das hat aber auch dazu geführt, dass sie an Lebensqualität einbüßen mussten und auch für wichtige und sinnvolle Dinge kein Geld zur Verfügung stand. Natürlich müssen wir über die Größe des städtischen Fuhrparks reden, aber warum ist es dann ausgerechnet der Bücherbus, der als erstes auf der Strecke zu bleiben droht? Unsere Städte müssen jetzt Geld bekommen und klare Prioritäten haben, wofür wir dieses Geld ausgeben wollen und wie wir damit den Kreis und das Ruhrgebiet von Morgen aufbauen: Keinen Schnickschnack, sondern bessere Bildung, ein menschlicheres Gesundheitswesen, eine neue, grüne Industrie und die Mobilität von Morgen.

SCHREIBEN SIE MIR!

Ihre Meinung ist mir wichtig. Um als Landrat gute Arbeit leisten zu können, ist mir der Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern am wichtigsten! Schreiben Sie mir, welche Themen wir als Kreis im Auge behalten müssen. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!