Gute Arbeit für alle

Gute Arbeit für alle

Nirgendwo im Kreis arbeiten die Menschen heute noch auf der Zeche oder im Stahlwerk. Die meisten von uns arbeiten in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Reha-Zentren, sozialen Einrichtungen, in der Logistik oder in anderen Dienstleistungsberufen. Leider sind aber gerade in diesen Berufsgruppen im Kreis Recklinghausen die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung oft schlecht. Für Jobs der Zukunft fehlen Ausbildungsgänge, nach ausgebildeten Fachkräften im Handwerk wird händeringend gesucht und trotzdem bekommen zu viele Jugendliche keinen Ausbildungsplatz. Auch wenn die Arbeitslosigkeit im Kreis in den vergangenen Jahren immer weiter abgenommen hat, konnten wir noch immer nicht genügend Langzeitarbeitslose zurück in die Arbeit bringen.

Der Kreis Recklinghausen muss der Ausbildungsstandort des Ruhrgebiets von Morgen werden. Noch mehr Langzeitarbeitslose müssen über den sozialen Arbeitsmarkt Jobs bekommen. Und ich will, dass die Beschäftigten im Gesundheitswesen und in den sozialen Diensten endlich gehört werden: Das ist der Einstieg in die Sozialpartnerschaft 2.0. Das setzt starke Gewerkschaften und starke Arbeitgeberverbände voraus. Das vereinzelte Aushandeln individueller Interessen schwächt am Ende jede Branche und jeden Wirtschaftsstandort.

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN

Arbeit für Langzeitarbeitslose fördern!

Nirgendwo in Deutschland konnten im vergangenen Jahr mehr Langzeitarbeitslose über den sozialen Arbeitsmarkt wieder ins Berufsleben zurückkehren. Staatlich gefördert können so tausende ehemalige Arbeitslose Vereinen, das Sozialwesen, die Städte oder auch die Wirtschaft unterstützen. Wir bezahlen keine Arbeitslosigkeit, wir fördern Arbeit. Wir müssen aber noch mehr Menschen im Kreis Recklinghausen aus der Arbeitslosigkeit holen – wir brauchen ihre Mitarbeit, wenn wir unsere Region mutig gestalten wollen. Sie können ehrenamtliche Arbeit unterstützen und helfen damit unserer Gesellschaft. Sie können helfen, Druck aus dem Gesundheitssystem und den sozialen Diensten zu nehmen. Der Kreis Recklinghausen ist schon jetzt Spitzenreiter des sozialen Arbeitsmarkts – aber wir können noch mehr!

Wir sind der Ausbildungsstandort für das Ruhrgebiet von Morgen!

Gerade im Handwerk suchen Arbeitgeber im Kreis Recklinghausen händeringend Nachwuchs. Trotzdem bekommen nicht alle Jugendlichen im Kreis Recklinghausen den Ausbildungsplatz, den sie wollen. Und noch viel wichtiger: Für die Jobs der Zukunft, z. B. im Digitalhandel und -marketing oder in Start-Ups, fehlen Ausbildungskonzepte für unsere Berufskollegs. Ich will, dass der Kreis hier Vorreiter wird und ein Programm für die Ausbildung von Morgen entwickelt – sei es im klassischen Handwerk oder in den Jobs der Zukunft.

Eine Lobby für Gesundheit und soziale Berufe

Für die Alltagshelden in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Kitas, Schulen und sozialen Einrichtungen klatschen wir gemeinsam in der Corona-Krise. Aber klatschen allein reicht nicht! Gerade im Gesundheitssystem und im sozialen Bereich sind die Jobs zu schlecht bezahlt und die Arbeitsbelastung zu hoch. Es ist zu viel Druck auf dem Kessel! Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in diesen Jobs brauchen eine starke Stimme, um Gehör zu finden. Ich werde als Landrat viele Probleme im Gesundheitswesen oder in den sozialen Berufen nicht direkt lösen können – zu viele Entscheidungen werden auf anderen Ebenen gefällt. Aber ich kann dafür sorgen, dass Gesundheit und soziale Berufe bei mir eine Lobby haben: in einem ständigen Dialog mit den Gewerkschaften, mit einer Task-Force Gesundheit und Soziales, in der die Menschen aus der Praxis zu Wort kommen – gemeinsam für die Wertschätzung, die die sozialen Dienste verdienen.

SCHREIBEN SIE MIR!

Ihre Meinung ist mir wichtig. Um als Landrat gute Arbeit leisten zu können, ist mir der Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern am wichtigsten! Schreiben Sie mir, welche Themen wir als Kreis im Auge behalten müssen. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!