Attraktiver und sicherer Radverkehr im Kreis Recklinghausen

Attraktiver und sicherer Radverkehr im Kreis Recklinghausen

Nicht für jeden ist Fahrradfahren die passende Alternative beim Pendeln oder auf dem Weg zu Freunden, dem Supermarkt oder in die Stadt. Aber viel mehr Menschen im Kreis Recklinghausen würden auf den Drahtesel umsteigen, wenn unsere Radverbindungen besser ausgebaut und gepflegt wären, sie ihr Rad einfacher mit in den Bus oder die Bahn nehmen könnten und wenn sie sich auf den Straßen im Kreis sicherer fortbewegen könnten.

Mit einem Ausbau der Radverbindungen über Stadtgrenzen hinweg in die ganze Region, sicheren Fahrradwegen und Belohnungen fürs „Strampeln“ will ich als neuer Landrat im Kreis Recklinghausen mehr zum Radfahren motivieren. Radfahren muss sicher sein. Der Autoverkehr muss häufiger vom Radverkehr getrennt werden. Gemeinsame Nutzung des Verkehrsraum ist zu entschärfen und für alle Verkehrsteilnehmer klar zu regeln. Da reicht es nicht aus, den Abstand, mit dem ein Auto ein Fahrrad zu umfahren hat, zu erhöhen. In der Praxis klappt das zumeist eher nicht.

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN

DIE ZENTRALEN FORDERUNGEN

Geschützte Radwege schaffen!

Radfahren sollte kein Abenteuer sein. 72 Prozent der Radfahrer*innen ist es wichtig, getrennt vom Autoverkehr fahren zu können. Die Radwege im Kreis Recklinghausen sehen aber anders aus – sie sind in den wenigsten Fällen Schutzzonen für schwächere Verkehrsteilnehmer. Ich will, dass mehr Radwege im Kreis durch bauliche Abtrennungen, eine getrennte Streckenführung und wo notwendig auch durch Tempolimits sicherer werden. Deshalb will ich im Kreis Recklinghausen eine Task-Force Radverkehr einrichten, die analysiert, wie und an welchen konkreten Stellen man die Radwege im Kreis sicherer machen kann. Außerdem möchte ich ein kreisweites Förderprogramm für den sicheren Ausbau von Radwegen einrichten.

Pendeln mit dem Rad muss sich lohnen!

Viele fordern, dass das Autofahren teurer werden muss, damit endlich mehr Menschen klimafreundlichere Verkehrsmittel nutzen. Das ist meiner Meinung nach kein guter Ansatz: Viele Menschen sind darauf angewiesen, Strecken mit dem Auto zu fahren. Zu häufig ist der ÖPNV keine gute Alternative und nicht jede Strecke kann man mit dem Rad zurücklegen. Deshalb bin ich der Meinung, dass man das Radfahren und die Nutzung des ÖPNV viel mehr belohnen muss – nicht aber Autofahrer bestrafen sollte. Deshalb möchte ich eine klare Entlastung für Pendler, die das Auto stehen lassen. Sie kann genutzt werden, um z. B. E-Bikes, Diensträder, Lastenräder oder aber auch ein Abo im öffentlichen Nahverkehr zu kaufen.

Städte und Verkehrsmittel vernetzen!

Zusätzlich zum ÖPNV-Angebot muss das Fahrradangebot gleichermaßen klug ausgebaut werden. Dabei dürfen entsprechende Lösungen nicht nebeneinander funktionieren, sondern auch kombinierbar sein. Mir ist besonders wichtig, dass bei zukünftigen Planungen ein Ausgaben-Vorrang für ÖPNV und Radverkehr eingeführt wird.
Um das Fahrradfahren attraktiver zu machen, muss beispielsweise die Fahrradmitnahme in Bus und Bahn erleichtert werden. Auch Park-and-Ride-Konzepte dürfen nicht nur auf Autos ausgelegt sein, sondern sollen auch für Fahrräder eine verlässliche und sichere „Parkmöglichkeit” bieten. Hierbei könnten Fahrradboxen eine Lösung sein. Auch Rad(schnell)wege, die die Städte verbinden, sollten an Haltestellen angeschlossen werden, damit der Übergang von Rad zu Bus und Bahn gewährleistet werden kann. Nur so können Mobilitätskonzepte wirklich zu den individuellen und sich ändernden Bedürfnissen der Menschen in der Region passen. Die Vernetzung muss alle Verkehrsmittel gleichermaßen einbeziehen.

SCHREIBEN SIE MIR!

Ihre Meinung ist mir wichtig. Um als Landrat gute Arbeit leisten zu können, ist mir der Draht zu den Bürgerinnen und Bürgern am wichtigsten! Schreiben Sie mir, welche Themen wir als Kreis im Auge behalten müssen. Ich freue mich auf Ihre Nachricht!